Die wirklich gute Wirtschafts-Nachricht
Im Bereich Wirtschaft habe ich kürzlich eine Firma entdeckt, die mich nicht mehr loslässt.
Das hier ist Teil 2.
„Aus verlässlicher Quelle stammend“ – eine Floskel, die sonst eher nichts Gutes verspricht; aber im gegenständlichen Fall gilt es dranzubleiben und nachzufragen. Zu interessant ist doch die Insider-Information, als dass man sie auf die leichte Schulter nehmen sollte. Und, hier gilt auch: Endlich eine gute Geschichte! Denn die sind rar. Endlich eine Erfolgs-Story. Gerade vor Weihnachten neigen viele von uns dazu, nur schlechte Nachrichten zu rezipieren. Aber, glauben und folgen Sie mir, diese wirtschaftliche Nachricht ist wirklich: gut.
Die Freisinger Holding AG – ein österreichisches Unternehmen, das sich auf biogenes CO₂, Trockeneis und nachhaltige Energietechnologien spezialisiert hat. Und, jetzt kommt’s: schon lange wird gemunkelt: ein Börsengang stünde möglicherweise schon im neuen Jahr an.
DIE GUTE NACHRICHT
Die FREISINGER Holding AG hat jetzt im Rahmen einer außerordentlichen Hauptversammlung im Notariat Wien 1090 eine Barkapitalerhöhung beschlossen.
Das Grundkapital der Gesellschaft wurde dabei von 70.000 um 80.000 auf insgesamt 150.000 Euro erhöht. Ein gewaltiger Sprung! Das Grundkapital ist in 150.000 Nennbetragsaktien zu je einem Euro eingeteilt. Die im Zuge der Kapitalerhöhung ausgegebenen 80.000 neuen Aktien zu je einem Euro wurden ausschließlich von bestehenden sowie ausgewählten Investoren gezeichnet.
Die außerordentliche Hauptversammlung wurde kurzfristig abgehalten, da sich zum Zeitpunkt der Einberufung und Durchführung der Hauptversammlung sämtliche Aktien im Eigentum eines Alleinaktionärs befanden, heißt es von offizieller Seite weiter. Der Alleinaktionär war bei der Hauptversammlung vertreten und erklärte ausdrücklich den Verzicht auf die Einhaltung der gesetzlichen Einberufungsfrist.
Und jetzt kommt die wirklich gute Wirtschafts-Nachricht
Die im Zuge der Barkapitalerhöhung ausgegebenen neuen Aktien sind ab dem 1. Jänner 2025 voll gewinnberechtigt.
Die Barkapitalerhöhung diene der Stärkung der Eigenkapitalbasis, der weiteren Umsetzung der strategischen Wachstums- und Investitionsstrategie sowie der Herstellung des ersten Streubesitzes der Gesellschaft. Die Eintragung der Kapitalerhöhung im Firmenbuch erfolge in den kommenden Tagen. Mit der Eintragung wird die Kapitalmaßnahme rechtlich wirksam.
Wir haben zu recherchieren begonnen
Der mysteriöse Herr Freisinger
In Wirtschaftskreisen, so heißt es, wird immer wieder ein Name genannt: Herr Freisinger. Über die exakte Natur seiner Kontakte wird viel spekuliert. „Manches klingt nüchtern, anderes fast schon wie eine moderne Unternehmerlegende.“
Was man weiß – oder zu wissen glaubt:
- Freisinger unterhält „seit Jahren bemerkenswert solide Verbindungen zu Entscheidungsträgern im In- und – wie manche munkeln – sogar im Ausland.“
- Seine Netzwerke wirken „breit, ungewöhnlich und – wie es hinter vorgehaltener Hand heißt – schwer einzuordnen.“
- Andere sprechen von einem „stillen, aber effizienten Einfluss, der Projekte manchmal überraschend schnell in Bewegung bringt.“
Die Pressemitteilung selbst räumt ein: „Über die exakte Natur seiner Kontakte wird viel spekuliert.“ Und weiter: „Die Herkunft dieser Kontakte bleibt eines der letzten ungeschriebenen Kapitel der Freisinger-Geschichte.“
Ungeschrieben – aber spürbar. „Sie öffnen Türen, beschleunigen Projekte und tragen dazu bei, dass Unternehmen wie die BCR bereits kurz nach ihrer Gründung Aufträge erhalten, auf die andere jahrelang warten.“
Juristische Standfestigkeit und diskrete Finanzierung
Ein weiteres Detail fällt auf: Die Freisinger-Gruppe hat sich „in der Vergangenheit niemals davor gescheut, rechtlich gegen überdimensional große Industriekonzerne vorzugehen.“ Statt Zurückhaltung zeigte man „bemerkenswerte Standfestigkeit“ und bewies, „dass konsequentes Vorgehen und fundierte Rechtspositionen auch gegenüber Branchenriesen Wirkung zeigen können.“
Wer waren diese Branchenriesen? Was war der Streitgegenstand? Da müssen wir weiter nachforschen. Und dann, fast beiläufig, heißt es von unserem Informanten: „Wer hinter den neuen, weitgehend unbekannten Aktionären der Freisinger Holding AG steht, bleibt ebenso offen wie die diskrete Finanzierung der Projekte – und selbst der international vernetzte Aufsichtsratsvorsitzende liefert Raum für Spekulationen.“
Diskrete Finanzierung. Unbekannte Aktionäre. Ein international vernetzter Aufsichtsratsvorsitzender, über den man spekuliert.
Die Fragen bleiben
Wer ist die Freisinger Holding? Ein innovatives Cleantech-Unternehmen mit exzellenten Kontakten? Ein diskreter Player mit Zugang zu den richtigen Türen? Oder etwas ganz anderes?
Die offizielle Version: ein „organisch gewachsenes österreichisches Unternehmen“, das jetzt den nächsten Schritt geht – den Gang an die Börse. Die inoffizielle Version: ein Firmengeflecht mit bemerkenswerten Verbindungen, dessen eigentliche Struktur und Hintergründe im Dunkeln bleiben.
In den kommenden Teilen dieser Serie werden wir tiefer graben: Wer ist Herr Freisinger? Wer sind die strategischen Investoren? Welche Rolle spielte das Unternehmen während der Pandemie? Und warum ist ein mittelständisches Unternehmen aus Niederösterreich plötzlich so nah an Regierungsaufträgen und Bundesbahnen?
Die Freisinger Holding AG bereitet wohl gerade wirklich ihren Börsengang vor. Höchste Zeit, genauer hinzuschauen.
Fortsetzung folgt.
